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Wie geht es mit den Halbnomaden weiter? – Vorbereitung zum Vanlife

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27. Dezember 2017

Vielleicht hast du dir diese Frage schon gestellt. Da du in diesem Blog hautnah (naja fast) dabei sein kannst, wie wir Schritt für Schritt unser „nomales“ Leben freier gestalten, lassen wir dich auch an unseren Plänen und Vorbereitung zum Vanlife teilhaben.


Sabbatical

Wir haben total euphorisch das Sabbatical bei unserem Dienstherrn beantragt. Momentan warten wir noch ungeduldig wie die kleinen Kinder auf die Bestätigung. Das Beantragen war sehr einfach, die ganze Sache bedeutet aber für die Gesamtzeit von 19 Monaten einen finanziellen Einschnitt.

Im Einzelnen bedeutet das, dass im Juni 2018 für uns die 15-monatige Ansparphase mit knapp 80 Prozent Gehalt beginnt. Spätestens dann wollen wir unsere Wohnung leer und die einzulagernden Möbel irgendwo verstaut haben. Das heißt aber auch, dass wir unseren Hausstand auf ein Minimum verschlanken müssen. Hierzu verkaufen, spenden und verschenken wir Sachen, die wir als nicht notwendig erachten. Und wir können dir sagen: es wird und wird nicht weniger! Dabei versuchen wir schon, strenge Maßstäbe anzuwenden. Gegenstände mit hohem emotionalen Wert und Sachen, die nach der Freiphase gebraucht werden, um eine kleine Wohnung einrichten zu können, kommen eventuell in einen Schiffscontainer. Zum Glück haben wir auch noch viele Freunde und die Familie, denen wir ein paar Kartons als Untermieter aufschwatzen können.

Stellplatz

Geplant ist außerdem, unseren Kastenwagen an einem Ort abzustellen, an dem wir möglichst viele Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten vorfinden. Gerade in der kalten Jahreszeit sind wir auf Strom angewiesen, um ohne das teure Gas zu heizen. Dazu haben wir bereits mit Freunden und Bekannten Kontakt aufgenommen, um auszuloten, ob diese eventuell eine Idee für unser neues Zuhause haben. Wir wollen jedoch nicht bei jemandem auf der Auffahrt stehen. Das könnte für beide Seiten unter Umständen etwas unangenehm werden. Uns schwebt vor, einen möglichst ruhigen Stellplatz zu finden, an dem wir auch auf Dauer keinem auf den Geist gehen. Bei Bauern der Umgebung möchten wir auch noch anklingeln. Vielleicht hat der ein oder andere ein beschauliches Plätzchen für uns. Als Ausweichmöglichkeit haben wir bei unserer Vorbereitung zum Vanlife vier Parkplätze in “Reihe” für insgesamt 20 Euro gemietet. Das soll aber nur ein Backup sein. Eine weitere, aber nur temporäre, Rückfallebene steht uns auf der Dienststelle zur Verfügung. Hier können wir beispielsweise zwischen den Schichten “parken”.

Internet

Offen ist auch noch, wie es mit dem Internet im Kastenwagen laufen wird. Nehmen wir einen Router oder einfach über Hotspot? Welcher Vertrag ist sinnvoll? In dem Gewirr von Anbietern und Tarifen verliert man schnell den Überblick. Wenn du hierzu eine hilfreiche Idee hast, hinterlasse uns doch einfach einen Kommentar oder schreib uns eine Mail.

Meldeadresse

Ebenfalls noch zu klären ist das gesamte Meldewesen inklusive der postalischen Adresse. Beides muss in der Umsetzung gut überlegt sein, um nicht über rechtliche Fallstricke zu stolpern. Da wir beide Polizisten sind, muss es einfach erlaubt sein, was wir machen.

Wir haben die Möglichkeit, bei Sabrinas Mutter „einzuziehen“ und somit eine ganz normale Meldeadresse zu haben. Die Post wird an ein Postfach gehen, welches wir gerade eingerichtet haben.

 


Es ist schon erstaunlich, an was man bei der Vorbereitung zum Vanlife so alles denken muss, wenn man diesen Schritt gehen will. Immer wieder tauchen Sachen auf, die geregelt werden müssen. Klar macht es das interessant und abenteuerlich. Mitunter kostet es aber einfach nur Nerven. Wir freuen uns schon auf das Durchatmen, wenn wir nur noch Piet und uns haben. Es wird so befreiend sein, nur noch eine rollende Wohnung zu haben. Immer dabei… immer einsatzbereit.


 

Falls du über ein hier angeschnittenes Thema mehr lesen möchtest, schreib einfach etwas in die Kommentare oder eine E-Mail. Natürlich auch, wenn du über ein neues Thema etwas wissen willst. Wir haben zwar sehr viele Ideen für neue Artikel, wollen aber auch mit dir zusammen diesen Blog mit Leben füllen.

Liebe Grüße

deine Halbnomaden

 

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2 Comments
  1. Antworten

    Lisa Ziemelbriedis

    14. Januar 2018

    Einerseits habe ich einen Tipp für euch, andererseits ein Anliegen:

    Bezüglich Internet kann ich euch diese Übersicht empfehlen:
    https://www.dealdoktor.de/schnaeppchen-elektronik-computer/handy-smartphone-iphone/die-besten-handytarife/
    Wird ständig aktualisiert. Ich selbst habe dort meinen 10GB Datentarif inkl. mobilem Router für ~14€/Monat im D1 Netz her (mein Arbeitsplatz ist bei den anderen Netzten im absoluten Funkloch). Wenn ihr flexibel seid, was den Anbieter angeht, gibt’s auch günstigere Angebote.

    Ich finde es sehr spannend, dass ihr als Polizisten das macht. Genau aus dem Grund, den ihr schon genannt habt: alles muss legal sein. Daher bin ich mega gespannt auf eure Lösungsmöglichkeiten (im Großen und Kleinen (z.B. ist es legal, meinen Müll auf dem Rastplatz zu entsorgen, weil es an meinem kostenfreien Stellplatz keinen Mülleimer gibt?/ Darf ich solange ich will auf einem Parkplatz mit für Wohnmobilen ausgewiesenen Stellplätzen stehen/..) und freue mich, wenn ihr hier darüber schreibt 🙂

    • Antworten

      Sabrina

      14. Januar 2018

      Hallo Lisa,
      danke für die Übersicht. Das Internet-Problem konnten wir mittlerweile für uns lösen und werden auch in Kürze den entsprechenden Artikel dazu veröffentlichen 🙂
      Und um deine Fragen zu beantworten:
      – Alltäglichen Müll auf dem Rastplatz entsorgen? Das ist unseres Wissens nicht erlaubt. Die Mülleimer auf Rastplätzen sind solche, die den “Wege-/Fahrtmüll” aufnehmen sollen, nicht den alltäglich angesammelten. Denn in Deutschland muss jeder für die Müllentsorgung zahlen – in unterschiedlicher Höhe, je nach Stadt bzw. Gemeinde.
      Diese Frage haben wir uns aber selbst auch schon gestellt und bereits einige Lösungsansätze gesammelt. In naher Zukunft werden wir dazu einen Artikel veröffentlichen. Aber so viel sei schon einmal gesagt: es geht nichts über Müllvermeidung 😉
      – Auf einem Parkplatz stehen, welcher für Wohnmobile ausgewiesen ist? Wir müssen hier zwei Sachen unterscheiden. Es kommt einmal darauf an, wie und von wem dieser Parkplatz ausgewiesen ist. Kommunen können beispielsweise Parkplätze für das längerfristige Abstellen (auch zu Wohnzwecken) widmen. Wenn du genau wissen willst, ob es an einem bestimmten Ort erlaubt ist, müsstest du die Sondernutzungssatzung einsehen.
      – Übernachten auf einem “normalen” Parkplatz? Strittiges Thema, da es in der StVO (Straßenverkehrsordnung) so nicht explizit verboten ist. Man müsste sich dann die verschiedenen Auslegungen zu der Norm, § 12 StVO, ansehen. Kurz zusammengefasst gibt es dazu sehr viele unterschiedliche, auch gegensätzliche Kommentare. In der konservativsten Auslegung jedoch ist eine einmalige Übernachtung im Wohnmobil zur Wiederherstellung der körperlichen Fahrtüchtigkeit erlaubt. Vorausgesetzt natürlich, es besteht kein Parkverbot und man richtet sich nicht häuslich ein, z.B. durch Herausstellen von Stühlen und Tisch 😉
      Wir hoffen, wir konnten deine Fragen erst einmal beantworten, ansonsten lass es uns gerne wissen.
      deine Halbnomaden

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Sabrina & Micha
Schleswig-Holstein, Deutschland

Hallo, wir sind Sabrina und Michael. Wir möchten dich mitnehmen auf unsere Reise. Die Reise zu mehr Freiheit und Abenteuer. In diesem Blog verraten wir dir, wie es ist, einen Beruf auszuüben und gleichzeitig ein nomadisches Leben zu führen. Es gibt hierbei viele interessante Spannungsfelder, die wir beleuchten wollen. Also komm mit... mit zu den Halbnomaden.

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